Frequently Asked Questions

"Tagebuch ist großer Dreck. Immer.
Wenn einer nichts kann, kann er ein Tagebuch schreiben."
(Marcel Reich-Ranicki)

Warum habe ich "Ausgeträumt." geschrieben?

Weil das Buch irgendwie aus mir herauswollte!!!

Wenn in mir die Gefühle so richtig am Brodeln sind, suchen sie sich auch Ventile... manchmal passiert das mit dem Pinsel, früher habe ich mir in der Band die Seele aus dem Leib geschrien (bestimmt nicht immer schön, aber laut!), und heute schreibe ich eben....

In meinem Autorenportrait bei Book on Demand habe ich das noch ein bißchen vornehmer formuliert; ja ja ich weiss, pompös, aber das war halt ein Pressetext ;-)....:

"Die in ständigem Ringen mit dem inneren Schweinehund erkämpfte Einsicht, dass der Weg wichtiger als das Ziel ist, und der Wunsch nach Aufrichtigkeit gegenüber den eigenen Gefühlen, Wünschen, Stärken und Schwächen sind mein Ansporn, das Erlebte mit Pinsel und Feder auf meine eigene Weise zu reflektieren und zu verarbeiten.

Ehrlichkeit mir selbst gegenüber und die Bereitschaft, die eigenen Ziele und Werte immer wieder in Frage zu stellen, sind für mich der einzige Weg zur inneren Zufriedenheit – Neid, Selbstbetrug, und Selbstzufriedenheit dagegen die eigentlichen Grundübel unserer Gesellschaft."

Sind die Gedichte im Buch wirklich autobiographisch?

Aber ja, sicher, eintausendprozentig!!!! Das ist ein Teil meines Lebens, meine Träume, destilliert in Gedichte vom Chaos der Gefühle, von Wünschen, die nicht wahr werden, und von der Einsicht, das es besser ist, unsanft aufzuwachen, als immer nur zu träumen...

Meine Sturm- und Drangzeit habe ich in den ausgelassenen 80iger Jahren erlebt. Leben und Lieben in dieser Zeit haben in meinem Leben Spuren hinterlassen, die bis in die Gegenwart wirken. Damit meine ich vor allen Dingen die Männer (Engel, Bengel und Halunken... ) die meinen Lebensweg gekreuzt oder begleitet haben... sicher haben die das damals ganz anders erlebt als ich... aber ich hab' es eben so aufgeschrieben, wie ICH es empfunden habe!

Mein Buch enthält eine Sammlung von Gedichten und Tagebucheinträgen, kreuz und quer, von den Nachwehen der Pubertät bis in die Gegenwart. Weil es eine ehrliche Bilanz ist, habe ich nichts weggelassen oder beschönigt. Auch nicht die Sachen, die für mich schmerzhaft, peinlich, unangenehm... Klar, ich war manchmal blöde, und naiv... aber ist Liebe nicht die schönste Entschuldigung für Fehler?

Ich hoffe, der eine oder andere kann sich in dem Erzählten wiederfinden. Und die, die sich darin wiedererkennen, sind mir hoffentlich nicht böse! Jungs, Ihr wart alle so WICHTIG für mich - ohne Euch wäre ich nicht die, die ich heute bin... dafür DANKE!

Bin ich ein pessimistischer Mensch?

Hmmm. Schwierige Frage.... Ich denke, ich bin ein Träumer, der trotzdem auch Realist ist... und in der Realität passieren eben eher ein Haufen unangenehmer als angenehmer Dinge!! Ich bin vor allen Dingen kein "Verdränger", der sich Umstände und Mißgeschicke schönreden kann. Ich bin bestimmt ein glücklicher und zufriedener Mensch, denn ich bin gesund, ich habe einen Menschen, der mich so liebt wie ich bin, und der liebe Gott hat mich mit einem angenehmen Äußeren und vielen Talenten ausgestattet. Also bin ich auch dankbar und zufrieden.

Aber, das Leben hat mich auch gelehrt, dass es besser ist, das Schlimmste anzunehmen, und dann angenehm überrascht zu werden, als sich immer darauf zu verlassen, dass schon alles gut gehen wird - und dann den Scherben hinterherzuheulen...

Mein Lebensmotto war es immer, zu agieren - nicht zu reagieren. Und wenn ich auf das Schlimmste gefaßt bin, kann es nur aufwärts gehen!

Was mag ich, und was mag ich nicht?

Ich mag: Freundschaft, Freundlichkeit, Verständnis, Individualismus, Menschen die zupacken, auch für andere, Toleranz, Liebe, Ehrlichkeit, Mut, Tapferkeit, und Humor.

Ich mag nicht: Neid, Angepaßtheit, Feigheit, Mitläufertum, Ehrlosigkeit, Gleichgültigkeit, Selbstzufriedenheit und Verdrängung von unangenehmen Wahrheiten, geistige Trägheit, Humorlosigkeit, Grausamkeit und Gewalt, vor allen Dingen gegen Alte, Schwache und Hilflose.

Wer sind die Männer, über die ich geschrieben habe?

Das sind alles ganz normale oder ganz besondere Männer, je nachdem, wie man das sieht. Auf jeden Fall sind es Männer, die mir viel bedeutet haben, denen ich einen Platz in meinem Herzen, meinem Hirn, meinem Leben eingeräumt habe. Wie sie heißen, wo sie leben, geht nur sie und mich an.

Einige habe ich in den Himmel gehoben, andere in die Hölle verdammt - das ist immer nur meine, sehr persönliche Sicht der Dinge. Liebe und Verehrung, Haß und Verachtung sind immer nur zwei Seiten der selben Medaille - deshalb ist es auch so schwer, einem Menschen gegenüber objektiv zu sein! Vor allen Dingen, wenn man verliebt ist und dieses Gefühl nicht so erwidert wird, wie man das gerne hätte...

Drum bitte ich Euch alle, liebe Männer, um Verzeihung - ich habe gefühlt, und diese Gefühle haben mir die Worte in die Mund gelegt. Tut mir leid, für mich (und nur für mich!) hat sich das alles so abgespielt, und wie es der andere erlebt hat, kann ich nicht wissen, und eigentlich ist es mir auch wurst... ich würde jedenfalls alles nochmal genauso machen - Ich bereue nichts!

Ach ja, noch was: Ja, ich hab jetzt viel dunklere Haare... nein, ich war nie naturblond... ;-)

An was arbeite Ich gerade?

Vorwiegend daran, mein Leben in den Griff zu kriegen!! .... aber wann immer ich Zeit finde, lasse ich mich von der Schreib-Muse küssen... Sozusagen statt Psychater-Besuchen: Eigentherapie am PC!

Arbeitstitel für den Kurzgeschichtenband ist "Todsünden" - da hab' ich noch einiges zu tun... ;-)

Ich hoffe, dass meine Geschichten von Euch genauso freundlich aufgenommen werden wie meine Gedichte!

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